McNaught, Judith: Perfekt

"Perfect" 1993

Heyne TB 01/9586, 745 Seiten, DM 12,90, 1995

ISBN 3-453-08904-9

Auf seiner Flucht aus dem Gefängnis nimmt Zack Benedict eine junge Frau als Geisel mit in die Bergwildnis Colorado, wo beide sich ungeachtet der Umstände unsterblich ineinander verlieben.

Der Schauspieler und Regisseur Zack Benedict ist zu Unrecht wegen Mordes verurteilt worden. Alle Versuche, seine Unschuld zu beweisen, haben keinen Erfolgt gehabt. Als er sicher ist, das Leben im Gefängnis unter dem tyrannischen Direktor nicht mehr länger aushalten zu können, entschließt er sich zur Flucht. Eine Verkettung ungünstiger Umstände zwingen ihn dazu, die junge Lehrerin Julie Mathison als Geisel zu nehmen. Julie, eine sozial sehr engagierte, beliebte Pfarrerstochter, ist begreiflicherweise zunächst entsetzt und versucht immer wieder die Flucht zu sabotieren. Aber als sie in der einsamen Berghütte eines von Zacks Freunden während eines Schneesturmes Schutz finden, erkennt Julie immer mehr, dass dieser Mann nicht einfach ein Verbrecher ist. Sie beginnt seiner Version der Geschichte Glauben zu schenken und ihm zu vertrauen. Zack Benedict findet in dieser aufrichtigen und erfrischend bezaubernden Frau den Glauben an das Leben wieder. Die weitere Flucht gelingt und Zack ist in Sicherheit, aber er möchte seine Zukunft mit Julie verbringen. Vom FBI und den Medien dauernd beobachtet ist sie vorerst in ihre kleine Heimatstadt zurückgekehrt, ist aber fest entschlossen, zu Zack zu kommen, sobald es etwas sicherer ist. Aber dann werden ihr neue Beweise gegen Zack in die Hände gespielt, und sie erkennt, dass das, was ihr Ehrgefühl sie zu tun zwingt, ihr und Zack das Herz brechen wird: Sie wird dem FBI helfen, Zack eine Falle zu stellen. Danach weiß Julie zwar, dass sie das Richtige getan hat, aber sie kann sich nicht vergeben, Zack verraten zu haben. Um ihre Selbstvorwürfe noch zu vertiefen, stellt sich dann heraus, wer der wahre Täter war und Zack wird rehabilitiert entlassen. Aber er ist zu tief enttäuscht, um Julie noch eine Chance zu geben ...

745 Seiten sind geeignet, potentielle Leser erst einmal abzuschrecken, aber dieser Roman ist der perfekte Schmöker. Spannend, mitreißend aber auch einfühlsam hat J. McNaught diese Geschichte geschrieben, ein echtes Lesevergnügen und darum unbedingt zu empfehlen!


Letzte Änderung: 11.07.01 21:03:05